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Italien : Marschall Rodolfo Graziani - Szepter als Vizekönig von Äthiopien.
In 79. Auction
Militaria Ausland - Italien : Marschall Rodolfo Graziani - Szepter als Vizekönig von Äthiopien.
Der Schaft mit Leopardenfellbesatz und aufgelegten Savoyer Kreuzen, Symbol des italienischen Königshauses, sowie Liktorenbündeln (Fasci) als Symbol des italienischen Faschismus. Die Applikationen Silber - vergoldet, teilweise Gold.
Die Knäufe aus vergoldetem Silber mit fein gravierten und getriebenen Waffentrophäen der besiegten abbessinischen Armee.
Der obere Kbauf mit handgetriebenen äthiopischen Löwen und Palmen. Der untere Knauf mit gravierter Widmung:
"A S.E. / R. GRAZIANI / SOMALI / MOGADISCIO A. XV E.F." (An Seine Exzellenz Rodolfo Graziani, Somalia, Mogadischu Jahr XV Epoca Fascista = 1937).
Marschall Graziani erhielt dieses Szepter anläßlich seiner Ernennung zum Vizekönig von Äthiopien für seine Verdienste e bei der Eroberung Abbessiniens.
Rodolfo Graziani, Markgraf von Neghelli (* 11. August 1882 in Filettino, ProvinzFrosinone; ? 11. Januar 1955 in Rom) war ein italienischer General und Politiker in der Zeit des italienischen Faschismus, seit 1936 Träger des Titels "Marschall Italiens".
Bekannt wurde Graziani vor allem für seine Feldzüge in Afrika vor und während des Zweiten Weltkrieges und für seine Kollaboration mit dem Dritten Reich als Verteidigungsminister der faschistischen Republik vonSalò (R.S.I.).
Während der 1920er und 1930er Jahre spielte Graziani eine Schlüsselrolle bei den italienischen Expansionskriegen auf dem afrikanischen Kontinent, zuerst während des Zweiten Italienisch-Libyschen Kriegs und dann im Abessinienkrieg. In der Zwischenkriegszeit sowie der Anfangszeit des Zweiten Weltkriegs hatte er verschiedene Kommandos und Gouverneursposten in Italienisch-Ostafrika sowie später Italienisch-Libyen inne.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges leitete Graziani 1940/41 die erfolglose Italienische Invasion Ägyptens.
Von September 1943 bis Ende April 1945 war er Verteidigungsminister der faschistischen Republik von Salò und Oberbefehlshaber der weiter an deutscher Seite kämpfenden republikanisch-italienischen Streitkräfte.
Rodolfo Graziani sollte auf Wunsch des Vaters Priester werden, doch schließlich entschied der Sohn sich für die Offizierslaufbahn. Da ihm der Weg über die Militärakademie von Modena verschlossen blieb, diente er zunächst als Offizier auf Zeit, u. a. beim 1. Regiment der Granatieri di Sardegna in Rom. Ab 1908 diente er als Kolonialoffizier in Eritrea und lernte dort Arabisch und Tigrinya, was ihm für seine spätere Karriere in Afrika dienlich sein sollte. 1911 schwebte er nach einem Giftschlangenbiss längere Zeit in Lebensgefahr. Im Jahre 1912 nahm er als Infanterie-Offizier am Italienisch-Türkischen Krieg teil, bei dem Libyen mit seinen beiden Landesteilen Kyrenaika und Tripolitanien von Italien besetzt und als Kolonie Italienisch-Libyen annektiert wurde. Von 1915 an beteiligte er sich wiederum als Infanterieoffizier am Ersten Weltkrieg. Er zeichnete sich an der Isonzo- und später der Piave-Front aus und wurde daraufhin mehrfach befördert. 1918 wurde er mit 36 Jahren zum jüngsten Oberst in der italienischen Armee befördert. Als jüngster Oberst der italienischen Armee im Oktober 1921 nach Libyen gekommen, kam Graziani das Hauptverdienst bei der Eroberung Tripolitaniens und 1929/30 auch bei der Besetzung des Fessan zu. Als Konterguerrilla-Spezialist modernisierte er die Methoden des Wüstenkrieges und setzte nicht nur auf schnell vorstoßende Verbände mit gepanzerten Fahrzeugen, die aus der Luft unterstützt wurden, sondern auch auf ungehemmte Brutalität. Berüchtigt für seine faschistische Prinzipienfestigkeit, machte sich Graziani einen Ruf als "Araberschlächter" und ordnete immer wieder Massenexekutionen an. Nachdem er von Mussolini im Frühjahr 1930 zum Vizegouverneur der Cyrenaika ernannt worden war, machte sich Graziani nach altbewährtem Muster auch an die "Befriedung" des libyschen Landesteils.
Von 1935 bis 1936 nahm Graziani am Italienisch-Äthiopischen Krieg teil und befehligte die Verbände, die Abessinien von Italienisch-Somaliland aus angriffen.
Nach der Eroberung Harars ernannte ihn Mussolini zum Marschallvon Italien und Marchese di Neghelli, 1937 wurde er zum Vizekönig von Äthiopien ernannt.
Im November 1939, nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, ernannte Mussolini Graziani zum Generalstabschef des Heeres und (nach Luftmarschall Italo Balbos plötzlichem Tod Mitte 1940) auch zum Generalgouverneur in Libyen und damit zum Oberbefehlshaber der italienischen Truppen in Nordafrika. Unter Grazianis Führung griffen von den zehn kaum motorisierten Divisionen der 10. italienischen Armee vier Infanteriedivisionen zusammen mit einer leicht gepanzerten Kampfgruppe Ägypten an und drangen bis Sidi el Barrani vor, wo sie wegen Nachschubprobleme und Wasserknappheit stoppten. Aus politischen Gründen verbot Mussolini bis 1941 die Verlegung der motorisierten und gepanzerten italienischen Divisionen von der Poebene nach Nordafrika, wo sie die einzigen in dieser Region brauchbaren Kräfte gewesen wären. Grazianis langjährige Erfahrung bei der Niederschlagung von Aufständen und bei der Führung von Kolonialkriegen beeinflussten ganz wesentlich seine Operationsführung, wobei er nicht voll erkannte, dass er einen europäischen Krieg in der afrikanischen Wüste nach völlig neuartigen Kriterienzu führen hatte. Der Gegenangriff der britischen Panzerverbände auf die unmotivierten Fußsoldaten Grazianis (? Operation Compass) führte schnell zum Zusammenbruch der 10. Armee und zur Entsendung des Deutschen Afrikakorps unter Erwin Rommel. Auch die wenigen motorisierten und gepanzerten italienischen Verbände wurden endlich nach Nordafrika verlegt. Graziani kam im Februar 1941 nach Italien zurück, wo man ihn auch seines Postens als Chef des Heeresgeneralstabs enthob. Bis zur Verhaftung Mussolinis im Juli 1943 erhielt er kein Kommando mehr.
Mussolini übertrug ihm in seiner faschistischen Restrepublik in Norditalien die Leitung des Verteidigungsministeriums und den Oberbefehl seiner Truppen. Dies fachte den Widerstand der Resistenza an; die italienische Gesellschaft war tiefgespalten. Von seinem Hauptquartier aus befehligte er die auf deutscher Seite kämpfenden italienischen Verbände, bis die Alliierten weite Teile Norditaliens besetzt hatten und ein Widerstand kaum noch möglich war. An eineKapitulation dachte er trotz der ausweglosen Situation bis zuletzt nicht, sondern ließ Kriegsunwillige hinrichten.
Am 29. April 1945, ein Tag nachdem Mussolini von Partisanen erschossen worden war, ergab sich Graziani in Mailand US-amerikanischen Truppen. Am selben Tag unterzeichnete er als Marschall von Italien zusammen mit SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Karl Wolff als "Bevollmächtigtem General der Deutschen Wehrmacht in Italien" den Waffenstillstand von Caserta, womit die Kapitulation aller deutschen und republikanisch-italienischen Streitkräfte im Norden des Landes in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945 wirksam wurde.
Anfang der 1950er Jahre trat Graziani dem neofaschistischen Movimento Sociale Italiano (MSI) bei und versuchte, der faschistischen Idee zu einer Renaissance zu verhelfen. Nach Parteiquerelen zog er sich ins Privatlebenzurück und starb Anfang 1955 in Rom. Am 11. August 2012 wurde in Affile in der Region Lazio im Parco di Radimonte ein mit Subventionsgeldern der Region und der Gemeinde errichtetes Mausoleum zu Ehren von Graziani im Beisein von neofaschistischen Bürgern und dem Bürgermeister Ercole Viri eingeweiht.
Historisch und kunsthandwerklich bedeutendes Objekt von feinster Goldschmiedearbeit und hohem symbolischen Wert für die Epoche des italienischen Faschismus.
Militaria Ausland - Italien : Marschall Rodolfo Graziani - Szepter als Vizekönig von Äthiopien.
Der Schaft mit Leopardenfellbesatz und aufgelegten Savoyer Kreuzen, Symbol des italienischen Königshauses, sowie Liktorenbündeln (Fasci) als Symbol des italienischen Faschismus. Die Applikationen Silber - vergoldet, teilweise Gold.
Die Knäufe aus vergoldetem Silber mit fein gravierten und getriebenen Waffentrophäen der besiegten abbessinischen Armee.
Der obere Kbauf mit handgetriebenen äthiopischen Löwen und Palmen. Der untere Knauf mit gravierter Widmung:
"A S.E. / R. GRAZIANI / SOMALI / MOGADISCIO A. XV E.F." (An Seine Exzellenz Rodolfo Graziani, Somalia, Mogadischu Jahr XV Epoca Fascista = 1937).
Marschall Graziani erhielt dieses Szepter anläßlich seiner Ernennung zum Vizekönig von Äthiopien für seine Verdienste e bei der Eroberung Abbessiniens.
Rodolfo Graziani, Markgraf von Neghelli (* 11. August 1882 in Filettino, ProvinzFrosinone; ? 11. Januar 1955 in Rom) war ein italienischer General und Politiker in der Zeit des italienischen Faschismus, seit 1936 Träger des Titels "Marschall Italiens".
Bekannt wurde Graziani vor allem für seine Feldzüge in Afrika vor und während des Zweiten Weltkrieges und für seine Kollaboration mit dem Dritten Reich als Verteidigungsminister der faschistischen Republik vonSalò (R.S.I.).
Während der 1920er und 1930er Jahre spielte Graziani eine Schlüsselrolle bei den italienischen Expansionskriegen auf dem afrikanischen Kontinent, zuerst während des Zweiten Italienisch-Libyschen Kriegs und dann im Abessinienkrieg. In der Zwischenkriegszeit sowie der Anfangszeit des Zweiten Weltkriegs hatte er verschiedene Kommandos und Gouverneursposten in Italienisch-Ostafrika sowie später Italienisch-Libyen inne.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges leitete Graziani 1940/41 die erfolglose Italienische Invasion Ägyptens.
Von September 1943 bis Ende April 1945 war er Verteidigungsminister der faschistischen Republik von Salò und Oberbefehlshaber der weiter an deutscher Seite kämpfenden republikanisch-italienischen Streitkräfte.
Rodolfo Graziani sollte auf Wunsch des Vaters Priester werden, doch schließlich entschied der Sohn sich für die Offizierslaufbahn. Da ihm der Weg über die Militärakademie von Modena verschlossen blieb, diente er zunächst als Offizier auf Zeit, u. a. beim 1. Regiment der Granatieri di Sardegna in Rom. Ab 1908 diente er als Kolonialoffizier in Eritrea und lernte dort Arabisch und Tigrinya, was ihm für seine spätere Karriere in Afrika dienlich sein sollte. 1911 schwebte er nach einem Giftschlangenbiss längere Zeit in Lebensgefahr. Im Jahre 1912 nahm er als Infanterie-Offizier am Italienisch-Türkischen Krieg teil, bei dem Libyen mit seinen beiden Landesteilen Kyrenaika und Tripolitanien von Italien besetzt und als Kolonie Italienisch-Libyen annektiert wurde. Von 1915 an beteiligte er sich wiederum als Infanterieoffizier am Ersten Weltkrieg. Er zeichnete sich an der Isonzo- und später der Piave-Front aus und wurde daraufhin mehrfach befördert. 1918 wurde er mit 36 Jahren zum jüngsten Oberst in der italienischen Armee befördert. Als jüngster Oberst der italienischen Armee im Oktober 1921 nach Libyen gekommen, kam Graziani das Hauptverdienst bei der Eroberung Tripolitaniens und 1929/30 auch bei der Besetzung des Fessan zu. Als Konterguerrilla-Spezialist modernisierte er die Methoden des Wüstenkrieges und setzte nicht nur auf schnell vorstoßende Verbände mit gepanzerten Fahrzeugen, die aus der Luft unterstützt wurden, sondern auch auf ungehemmte Brutalität. Berüchtigt für seine faschistische Prinzipienfestigkeit, machte sich Graziani einen Ruf als "Araberschlächter" und ordnete immer wieder Massenexekutionen an. Nachdem er von Mussolini im Frühjahr 1930 zum Vizegouverneur der Cyrenaika ernannt worden war, machte sich Graziani nach altbewährtem Muster auch an die "Befriedung" des libyschen Landesteils.
Von 1935 bis 1936 nahm Graziani am Italienisch-Äthiopischen Krieg teil und befehligte die Verbände, die Abessinien von Italienisch-Somaliland aus angriffen.
Nach der Eroberung Harars ernannte ihn Mussolini zum Marschallvon Italien und Marchese di Neghelli, 1937 wurde er zum Vizekönig von Äthiopien ernannt.
Im November 1939, nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, ernannte Mussolini Graziani zum Generalstabschef des Heeres und (nach Luftmarschall Italo Balbos plötzlichem Tod Mitte 1940) auch zum Generalgouverneur in Libyen und damit zum Oberbefehlshaber der italienischen Truppen in Nordafrika. Unter Grazianis Führung griffen von den zehn kaum motorisierten Divisionen der 10. italienischen Armee vier Infanteriedivisionen zusammen mit einer leicht gepanzerten Kampfgruppe Ägypten an und drangen bis Sidi el Barrani vor, wo sie wegen Nachschubprobleme und Wasserknappheit stoppten. Aus politischen Gründen verbot Mussolini bis 1941 die Verlegung der motorisierten und gepanzerten italienischen Divisionen von der Poebene nach Nordafrika, wo sie die einzigen in dieser Region brauchbaren Kräfte gewesen wären. Grazianis langjährige Erfahrung bei der Niederschlagung von Aufständen und bei der Führung von Kolonialkriegen beeinflussten ganz wesentlich seine Operationsführung, wobei er nicht voll erkannte, dass er einen europäischen Krieg in der afrikanischen Wüste nach völlig neuartigen Kriterienzu führen hatte. Der Gegenangriff der britischen Panzerverbände auf die unmotivierten Fußsoldaten Grazianis (? Operation Compass) führte schnell zum Zusammenbruch der 10. Armee und zur Entsendung des Deutschen Afrikakorps unter Erwin Rommel. Auch die wenigen motorisierten und gepanzerten italienischen Verbände wurden endlich nach Nordafrika verlegt. Graziani kam im Februar 1941 nach Italien zurück, wo man ihn auch seines Postens als Chef des Heeresgeneralstabs enthob. Bis zur Verhaftung Mussolinis im Juli 1943 erhielt er kein Kommando mehr.
Mussolini übertrug ihm in seiner faschistischen Restrepublik in Norditalien die Leitung des Verteidigungsministeriums und den Oberbefehl seiner Truppen. Dies fachte den Widerstand der Resistenza an; die italienische Gesellschaft war tiefgespalten. Von seinem Hauptquartier aus befehligte er die auf deutscher Seite kämpfenden italienischen Verbände, bis die Alliierten weite Teile Norditaliens besetzt hatten und ein Widerstand kaum noch möglich war. An eineKapitulation dachte er trotz der ausweglosen Situation bis zuletzt nicht, sondern ließ Kriegsunwillige hinrichten.
Am 29. April 1945, ein Tag nachdem Mussolini von Partisanen erschossen worden war, ergab sich Graziani in Mailand US-amerikanischen Truppen. Am selben Tag unterzeichnete er als Marschall von Italien zusammen mit SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Karl Wolff als "Bevollmächtigtem General der Deutschen Wehrmacht in Italien" den Waffenstillstand von Caserta, womit die Kapitulation aller deutschen und republikanisch-italienischen Streitkräfte im Norden des Landes in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945 wirksam wurde.
Anfang der 1950er Jahre trat Graziani dem neofaschistischen Movimento Sociale Italiano (MSI) bei und versuchte, der faschistischen Idee zu einer Renaissance zu verhelfen. Nach Parteiquerelen zog er sich ins Privatlebenzurück und starb Anfang 1955 in Rom. Am 11. August 2012 wurde in Affile in der Region Lazio im Parco di Radimonte ein mit Subventionsgeldern der Region und der Gemeinde errichtetes Mausoleum zu Ehren von Graziani im Beisein von neofaschistischen Bürgern und dem Bürgermeister Ercole Viri eingeweiht.
Historisch und kunsthandwerklich bedeutendes Objekt von feinster Goldschmiedearbeit und hohem symbolischen Wert für die Epoche des italienischen Faschismus.
79. Auction
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sind, sind von jeglicher Gewährleistung ausgenommen. Die Katalogbeschreibungen
dienen als Orientierungshilfe für die Käufer und ersetzen nicht die Besichtigung der
Gegenstände, die wir empfehlen möchten. Saalbieter, die die Gegenstände besich
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tigt haben, kaufen grundsätzlich wie besehen. Katalogbeschreibungen und mündlich
abgegebene Erklärungen beinhalten außer der Gewährleistung für die Originalität
der Gegenstände keine Eigenschaftszusicherungen oder Garantieübernahmen.
Das
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rer Gebote notwendig ist. Zuschläge unterhalb des angegebenen Höchstpreises sind daher
möglich. Die Ausführung der schriftlichen Aufträge durch den Versteigerer erfolgt gewis
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die Gebote nach erfolgter Registrierung auf unserer Internet Plattform eingegeben werden.
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von Geboten, liegt es im Ermessen des Versteigerers, den erteilten Zuschlag für endgültig
zu erklären oder das betreffende Los nochmals zum Ausruf zu bringen. Bis dahin bleiben
alle abgegebenen Gebote verbindlich. Der Auktionator hat das Recht, bis zum Erreichen
eines mit dem Einlieferer vereinbarten Limits auch Gebote für den Einlieferer abzugeben
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zuzuschlagen; das Los bleibt dann unverkauft.
Sollte ein Zuschlag unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Einlieferers erfolgen, insbe
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sondere bei Nichterreichen eines vereinbarten Limitpreises, bleibt der Bieter vier Wochen
an sein Gebot gebunden.
Bei der Vermittlung von Kaufverträgen im Rahmen unserer Internetauktionen erfolgt
der Zuschlag nach Ablauf des für das jeweilige Los angegebenen Zeitpunkts in unseren
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Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus dem Zuschlagspreis, dem
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sowie eventuellen Nebenkosten, insbesondere für Lagerung und Versand. Dieser
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nicht fristgerecht nachkommen, machen sich schadensersatzpflichtig. Die Firma
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heben und
die Ware nochmals zu versteigern oder freihändig zu verkaufen. Der ursprüngliche
Käufer hat in diesem Fall eine Gebühr in Höhe des vollen Aufgeldes in Höhe von 23
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am Tag des Ablaufs der jeweiligen Lose während der Öffnungszeit zur Barzahlung in
Euro fällig, Vorausrechnungen schriftlicher Auftraggeber eine Woche nach Versand.
Zahlungen in Fremdwährungen sind erst mit der endgültigen Bankabrechnung ver
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bindlich; Minderbeträge sind nachzuleisten, Überzahlungen werden gutgeschrieben.
Bei Zahlung durch Überweisung oder erfüllungshalber durch Scheck ist diese erst nach
erfolgter endgültiger Bankgutschrift erfüllt. Der Versteigerer ist in diesem Falle berech
-
tigt, Verzugszinsen in Höhe von 2 % über dem jeweiligen Bundesbankdiskontsatz zu ver
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langen, sofern nicht der Schuldner nachweist, dass ein Zinsschaden überhaupt nicht oder
wesentlich niedriger entstanden ist.
8. Lieferung
Die Lieferung erfolgt erst nach Bezahlung.
Wird ein Gegenstand trotzdem vor
Bezahlung des Kaufpreises ausgehändigt, so steht die Eigentumsübertragung unter der
aufschiebenden Bedingung der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises. Der Käufer ist
bis dahin nicht zur Weiterveräußerung oder Veränderung des Versteigerungsgutes berech
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tigt. Saalbieter sind gehalten, die erworbenen Objekte nach Bezahlung am Auktionstag
mitzunehmen.
Ein Versand durch die Fa. Thies e. K. erfolgt erst nach entsprechender
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Mängel, Restaurierungen oder Beschädigungen, die über das übliche Maß hinausgehen,
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Bestandteil der Katalogbeschreibung. Auf die Besichtigungsmöglichkeit ist deshalb aus
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drücklich hingewiesen.
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sätzlich ausgeschlossen.
11. Nutzungsbedingungen §§ 86, 86 a StGB
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zelner Personen oder Truppenteile wurden wie im Sprachgebrauch der Zeit üblich in die
Katalogbeschreibung übernommen. Damit ist keinerlei Wertung verbunden.
Besucher, die Gegenstände aus der Zeit des 3. Reiches vorbesichtigen möchten und der
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zugesichert.
Schriftliche Bieter, die unserem Hause nicht persönlich bekannt sind, werden bei Abgabe
von Geboten auf Gegenstände aus der Zeit des 3. Reiches gebeten, Art und Zweck ihres
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aufgebauten Sammlung über Vorgänge des Zeitgeschehens, wie etwa den 2. Weltkrieg,
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Die Firma Andreas Thies e. K. nimmt Gebote nur von solchen Bietern entgegen, die sich
zu einer strikten Einhaltung der §§ 86, 86 a StGB verpf lichten.
Indem Kataloginhaber, Auktionsteilnehmer und Bieter sich nicht gegenteilig äußern, ver
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sichern sie, dass sie den Katalog und die darin abgebildeten Gegenstände aus der Zeit des
3. Reiches nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Auf klärung, der Abwehr verfassungs
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widriger Bestrebungen, der Kunst, der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der
Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder zu ähnli
-
chen Zwecken erwerben (§§ 86 a, 86 StGB).
Die Firma Andreas Thies e. K. bietet diese Gegenstände und den entsprechenden
Katalog nur unter diesen Voraussetzungen an. Mit der Abgabe eines Gebotes wer
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den diese Bedingungen, wie auch die im allgemeinen Teil des Kataloges abgedruckten
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Die Geschäftsräume des Versteigerers sind für beide Teile Erfüllungsort. Das am
Erfüllungsort geltende Recht ist maßgebend für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem
Käufer und dem Versteigerer, und zwar auch dann, wenn der Rechtsstreit im Ausland
geführt wird. Das einheitliche Gesetz über den internationalen Kauf beweglicher Sachen
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über bewegliche Sachen gelten nicht. Für sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen
Ansprüche aus der Geschäftsverbindung mit Vollkauf leuten, juristischen Personen des
öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist Nürtingen ausschließ
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licher Gerichtsstand. Der gleiche Gerichtsstand gilt, wenn der Käufer keinen allgemeinen
Gerichtsstand im Inland hat oder nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhn
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lichen Aufenthaltsort aus dem Inland verlegt oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher
Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist.
Sollte eine oder mehrere Bestimmungen dieser Versteigerungsbedingungen unwirksam
sein, so bleiben die übrigen gleichwohl gültig.
Alle Losnummern dieses Kataloges, die mit R gekennzeichnet sind, werden mit der
Regelbesteuerung besteuert.
Die Warenausgabe erfolgt nur
gegen Barzahlung oder bankbestätigten Scheck.